¡Hola!
Dann probier ich es mal wieder...
Letzstand war Puno - eine kleine dreckige Hafenstadt, die ich mir ca. so wie die Slumviertel von Mexico City und der Clemo diese sich wie Rio de Janeiro vorstellt eben nur kleiner. Nun muss man ja so beginnen, dass in Peru im Februar Karneval ist und dies hier mit vielen Taenzen und Streichen auch lebhaft zelebriert wird. Es ist zb. Brauch Wasserbomben bzw. mit Wasser gefuellte Kuebel auf die Leute zu schmeissen. Vor allem vorbeifahrende Autos mit offenen Fenstern sind da gerne das Opfer. Gegenueber Touristen sind die Verbrecher meistens zwar etwas schuechtern aber auch wir wurden schon Opfer solcher hinterhaeltigen Angriffe. Ein weiteres Tool dieser Streichserie ist Spruehschnee. Diesen gibt es fast ueberall zu kaufen. Natuerlich haben auch wir uns das auch nicht nehmen lassen und fleissig zurueckgesprueht....Zwischen 2. und 15. Februar ist dort uebrigens ein grosses Fest (Fiesta de la Virgen de la Candelaria) wo ziemlich viele "Trachtenvereine" ihre Kostueme praesentieren und tanzen und natuerlich auch trinken. Da sollte es dann auch ein paar nette Fotos geben. :-)
Also weiter in der Handlung:
Naechster Tag Bootstour zur Isla Amantani wo wir in einer Lehmhuette (=Adobe) der dort ansaessigen Bewohner untergebracht wurden. Das ist dort so eine Regelung, dass es keine Hotels gibt und die Touristen bei Einheimischen wohnen. Eigentlich nicht schlecht, da die Leute dort sonst kaum ein Einkommen haetten. Der Lago di Titicaca ist uebrigens der hoechste beschiffbare See auf 3.800 Metern Hoehe und gehoert zu 60% Peru und zu 40% zu Bolivien. Auf Amantani gingen wir dann noch auf einen Berg womit wir auf 4.130 Metern ueber Normalnull waren. Da ist jede Anstrengung doppelt so hart. Ansonsten gab es auf der Insel nicht viel zu sehen. Die Einheimischen sprechen dort noch groesstenteils Quechua, die alte Sprache der Inka. Fliessend Wasser und Strom ist dort auch noch Luxusware. Aber die Landschaft war wirklich wunderbar und die Leute sehr nett. Am Abend gab es auch noch eine Fiesta fuer Touristen...naja.
Naechster Tag:
Isla Taquile. Diese war eigentlich sehr aehnlich zu Amantani. Angeblich soll diese fuer die dortigen strickenden Maenner bekannt sein, welche aber anscheinend gerade auf Betriebsausflug waren. Dann ging es noch weiter zu den Uro-Inseln, welche auch floating islands genannt werden, da diese aus Schilf gebauten Inseln frueher einfach im See herumtrieben. Jetzt sind diese befestigt damit sie nicht nach Bolivien rueberdriften. Die Inseln die wir besucht haben waren reine Schauobjekte fuer Touristen, wo niemand mehr wohnt. Aber anscheinend gibt es auch noch welche, wo Leute darauf wohnen. Das Anstrengende daran ist, dass das Schilf nach ein paar Monaten wieder erneuert werden muss, da sonst die Insel untergeht...
Der nachste Tag sollte dann schon die letzte Busreise unseres Trips darstellen und zwar in die grossartige Stadt Cusco!!!
Cusco gilt als frueheres Zentrum Peru´s. Der von den Inka geschaffene "Nabel der Welt". (Cusco=Nabel) Die Hauptstadt Lima wurde erst von den Spaniern gegruendet. Cusco vor dem Einfall Pizarros ueberwaeltigend gewesen sein. Ueberall Gold und Reichtum und so. Nachdem die Spanier alles Gold gepluendert hatten, sieht man heute nicht mehr so viel davon. Witzig ist auch dass die Spanier es nicht geschafft hatten der Stadt ihre Bauwerke aufzudraengen, da diese immer wieder von Erdbeben zerstoert wurden. Im Gegensatz zu jenen der Inkas, welche schon damals erdbebensicher gebaut hatten. Deshalb sind heute noch bei vielen Kirchen etc. die Grundmauern der Inkabauwerke zu sehen.
Cusco ist wirklich um einiges schoener als alle bisherigen Staedte un es gibt viel zu sehen. Leider ist diese Stadt total auf Tourismus ausgerichtet, wodurch der urspruengliche Flair etwas verlorengeht und sich auch preislich auswirkt. Cusco ist auch der Ausgangspunkt fuer Macchu-Picchu (MP), welches wir nach drei Tagen Aufenthalt auch in Angriff nahmen. Nach MP kommt man auf viele verschiedene Arten:
*) zu Fuss ueber den Inka-Trail -> 4 Tage, extremer Andrang und viel zu teuer, da nur mit Fuehrer moeglich
*) ueber Umwege mit dem Bus -> dauert ein paar Tage und ist sehr kompliziert
*) per Zug -> 4 Stunden Fahrt fuer 100 km und teuer
*) etc.
Wir beschlossen eine zweitaegige Tour (Anreise per Zug -> Uebernachtung im naechstgelegenen Ort und am naechsten Tag Fussmarsch nach MP) zu machen. Zum Zug alleine gibt es ja schon einiges zu berichten, aber das folgt dann muendlich...
Bei Ankunft regnete es und wir befuerchteten schon schlechtes Wetter. Aber der naechste Tag ueberraschte mit Sonnenschein...
Nach einem einem harten Aufstieg erreichten wir gegen 07.00 Uhr MP. Das ist die Zeit wo noch weniger Leute dort sind, da der Zug erst um zehn Uhr eintrifft. Nach einem Fruehstueck betraten wir die Anlage und wurden ueberwaeltigt. Auf ca. 2.500 Metern haben die damals eine Anlage hingebaut, welche man schon mit eigenen Augen gesehen haben muss. Deshalb spare ich mir jegliches Kommentar darueber. Auf http://www.mp360.com/ kann man sich das Ding aber vorab ansehen. Zwischendurch bin ich noch schnell auf den Waynapicchu (angrenzender Berg) rauf, von wo aus man MP von oben sehen kann, was auch sehr cool war, da der Aufstieg doch etwas spektakulaer ist. Doch dazu mehr, wenn wir wieder zurueck sind.
Heute sind wir jedenfalls wieder in Cusco und am 22. geht es dann in den "Jungle" (per Flugzeug da: Flugzeug: 40min; Bus: 20h). Am 26. fliegen wir vom Dschungel nach Lima und am 28. folgt noch ein Tag in Madrid bevor wir dann nach Wien zurueckkehren.
Dies ist vielleicht der letzte Blog-Eintrag von mir, weshalb ich jetzt schon etwas wehmuetig zurueck doch gleichzeit mit Freude auf die Rueckkehr nach vor blicke.
so long und viel Spass noch...
bernd
Werte Frau OE.: Fuer etwaige Ungereimtheiten mit anderen Erzaehlungen uebernehme ich keine Haftung und verweise auf die kuenstlerische Interpretationsfreiheit ;-)
